Petersilie, Dill, Schnittlauch und Minze bleiben länger frisch, wenn Sie sie in ein leicht feuchtes, nicht tropfnasses Tuch wickeln und ins Gemüsefach legen. Basilikum verträgt Kühlschrankkälte schlecht und steht besser bei Zimmertemperatur in einem Glas Wasser.
Wie lange frische Kräuter halten, hängt von der Sorte ab. Auch ihre Frische beim Kauf und die Lagerung spielen eine Rolle; meist sind es nur einige Tage. Größere Reste können Sie portionsweise einfrieren.
Kräuter im Kühlschrank verpacken
Lagern Sie die Kräuter möglichst am Stück und waschen Sie sie erst kurz vor dem Verwenden. So vermeiden Sie überschüssige Feuchtigkeit, die Fäulnis und Schimmel begünstigen kann. Wickeln Sie das Bündel in ein leicht angefeuchtetes Küchen- oder Papiertuch und legen Sie es in eine Dose oder einen Beutel ins Gemüsefach.
Wenn Sie die Kräuter bereits gewaschen haben, schütteln Sie das Wasser gründlich ab und tupfen Sie sie bei Bedarf trocken. Das Tuch soll die Kräuter frisch halten, aber sie dürfen darin nicht nass liegen. Entfernen Sie welke oder beschädigte Blätter, bevor Sie das Bündel verpacken.
Für manche Kräuter eignet sich auch ein Glas mit Wasser: Stellen Sie die Stiele hinein und decken Sie sie locker mit einem Beutel ab. Im Kühlschrank bleiben die Kräuter so etwa fünf bis sieben Tage frisch. Wechseln Sie das Wasser täglich. Für Schnittlauch ist das Glas ungeeignet, und Basilikum gehört bei dieser Methode an einen Platz bei Zimmertemperatur.
Petersilie, Dill, Schnittlauch und Minze lagern
Petersilie und Dill lagern Sie am besten im leicht feuchten Tuch im Gemüsefach. Wenn Sie davon mehr gekauft haben, als Sie in den nächsten Tagen verwenden, frieren Sie den Überschuss ein. Dill ist zart: Für ein möglichst frisches Aroma geben Sie ihn beim Kochen erst kurz vor dem Servieren dazu.
Schnittlauch bleibt ebenfalls im Kühlschrank, am besten verpackt in einem leicht feuchten Tuch oder einer geeigneten Dose. Im Wasserglas werden die Halme schnell weich oder schleimig. Minze können Sie wie Petersilie im feuchten Tuch kühlen. Da Minze unterschiedlich lange frisch bleibt, prüfen Sie Blätter und Stiele regelmäßig.
Basilikum bei Zimmertemperatur lagern
Basilikum verträgt Kälte schlecht. Im Kühlschrank bekommen die Blätter leicht braune Stellen und verlieren ihre feste Struktur. Stellen Sie abgeschnittene Stängel in ein Glas mit Wasser und lassen Sie das Glas bei Zimmertemperatur stehen. Tauschen Sie das Wasser aus, wenn es trüb wird.
Wenn Sie Basilikum nicht rechtzeitig verbrauchen, können Sie es trotzdem einfrieren. Die Blätter werden dabei allerdings weich und können sich verfärben. Gefrorenes Basilikum passt daher besser in Soßen oder Suppen als als frische Garnitur.
Wie lange Kräuter frisch bleiben
Eine feste Haltbarkeit für alle Kräuter gibt es nicht. Als vorsichtige Orientierung halten Kräuter im Kühlschrank im feuchten Tuch wenige Tage. Für diese Methode nennt die University of Maine ungefähr zwei bis drei Tage; bei Kräutern im Wasserglas unter einer lockeren Abdeckung nennt sie etwa fünf bis sieben Tage. Diese Zeiten hängen davon ab, wie frisch die Kräuter beim Kauf waren und wie gut Ihr Kühlschrank kühlt.
Prüfen Sie das Bündel vor dem Verwenden: Welke Blätter können Sie entfernen. Bei sichtbarem Schimmel oder fauligen, schleimigen Stellen sollten Sie die betroffenen Kräuter nicht mehr verwenden. Zerkleinern Sie die Kräuter erst kurz vor dem Essen, denn beim Schneiden werden aromatische Zellen beschädigt.
Häufige Lagerfehler vermeiden
Der häufigste Fehler ist zu viel Nässe. Ein tropfnasses Tuch oder Wasser, das sich in einer Dose sammelt, lässt Kräuter schneller verderben. Trocknen Sie überschüssiges Waschwasser ab und kontrollieren Sie die Verpackung, wenn sich darin Feuchtigkeit sammelt.
Lagern Sie nicht alle Kräuter auf dieselbe Weise: Basilikum gehört nicht in den kalten Kühlschrank, und Schnittlauch sollte nicht im Wasserglas stehen. Schneiden Sie außerdem nicht vorsorglich das ganze Bündel klein. Ganze Stängel und Blätter lassen sich später besser verwenden.
Reste einfrieren und weiterverarbeiten
Waschen Sie Kräuterreste, trocknen Sie sie gut ab und hacken Sie sie erst dann. Sie können sie lose in einem geeigneten Beutel einfrieren oder portionsweise in einen Eiswürfelbehälter geben und mit wenig Wasser bedecken. Gefrorene Kräuter werden nach dem Auftauen weich; verwenden Sie sie deshalb vor allem in warmen Gerichten.
Sie können Kräuterreste auch zu Pesto oder Kräuterbutter verarbeiten und frische, unbeschädigte zarte Stängel mitverwenden. Dill, Schnittlauch und Minze eignen sich auch für Kräuteressig. Verwenden Sie dafür saubere Gefäße und bedecken Sie die Kräuter vollständig mit Essig.
Bei selbst gemachtem Kräuteröl ist Vorsicht nötig: Frische Kräuter in Öl dürfen nicht ungekühlt bei Zimmertemperatur stehen. Bereiten Sie das Öl frisch zu und bewahren Sie Reste im Kühlschrank auf. Verbrauchen Sie sie innerhalb von drei Tagen. Alternativ frieren Sie die Reste ein.


